Mal ganz was anderes

So nun ist es wieder mal ewig her, das ich was geschrieben habe. Also an dieser Stelle ein kleines Update: Nach meiner Bundeswehrzeit genoss ich nur wenige Tage das Nichts-Tun, um mich dann in ein Praktikum bei Rheinmetall-Landsysteme zu stürzen. Eigentlich waren nur die 12-Wochen Pflichtpraktikum fürs Studium geplant, da mir die Atmosphäre in der Firma aber gut gefiel und denen wohl auch meine Arbeit wurden schnell 5 Monate draus.
Warum arbeitet man bei einem "Panzerbauer"? Dazu nur ganz kurz: Ja, Krieg ist scheiße, Waffen in den falschen Händen sind scheiße. Aber es hilft nichts, wenn man in Europa und Amerika keine Waffen mehr produziert. Erstens würde dann immer irgendwo ein anderer die Produktion übernehmen und zweitens ist es sinnvoll Kriege zu führen, um z.B. unterdrückte Länder zu befreien oder solche die unprovoziert angegriffen werden zu verteidigen. Drittens ist die Situation nunmal so das in vielen falschen Händen Waffen sind, wenn wir dann unsere niederlegen, würde uns Verbrechen und Chaos überrennen.
Jedenfalls ist es schön mal in einer Firma zu arbeiten, wo die Aufträge und Geld noch ordentlich fließen.
Nach dem Praktikum kam wieder ein Leerlauf von wenigen Tagen, dann ging es auch schon mit meinem Studium los: Maschinenbau an der FH-Kiel. Jetzt steh ich kurz vor Beginn des zweiten Semesters.
Das erste Semester war geprägt von 2 Dingen: Erstmal gibt es da das Fach "EMK". hinter diesen 3 Buchstaben verbirgt sich viel Arbeit mit Papier und Bleistift. Es geht darum Konstruktionen zu zeichnen, dabei alle Normen zu beachten und und und... eine langwierige Aufgabe, die ab dem zweiten Semester zum Glück wenigstens mit dem PC bewältigt werden darf. Da zerstört dann der ausgelaufene Kaffee nicht 20 Stunden Arbeit, wie es im ersten Semester einigen erging.
Daneben gab es noch die üblichen anderen Fächer - Statik, Mathematik, Chemie, Fertigungstechnik, etc pp.
Zweitens war da "Raceyard": Nun ist das Studium an der FH schon deutlich praktischer geprägt als an der Uni, wem das nicht genug ist, der schließt sich einem der Projekte an. Da gibt es z.B. ein Windauto, dass es ohne Benzin, nur mit der Kraft des Windes (huiii) schafft _nicht_ zu fahren, sondern im Moment eher zu rollern - und da gibt es Raceyard, wo ich mitmache. Bei Raceyard bauen wir einen Formel-Rennwagen, der mit seinem getunten 90PS Motoradmotor auch mal 240 Sachen schafft. Der Wagen den wir jetz konstruiert habe befindet sich zur Zeit im Bau und wird am 18.04.09 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das tolle am Projekt ist das man als ahnungsloser Ingenieursanfänger schon mit dem Konstruieren von Teilen, die dann auch wirklich so gefertigt werden, anfangen kann und nicht immer nur die theoretischen Sachen fürs Studium macht. Das Kostet Zeit gibt uns Teammitgliedern aber in unserem Studium einen Vorsprung.
Der Wagen ist bereits für die Formula-Student-WM in Silverstone im Sommer angemeldet.